
An den Rohöl- und Ölproduktmärkten kam es in den letzten Tagen wieder zu teils deutlichen Preisschwankungen. Während geopolitische Friedens- und Verhandlungsversuche kaum bis eher unsicher und zaghaft vorankommen, versuchen verschiedene Länder, die Versorgung am Markt auf unterschiedlichste Weise zu sichern. Von Exportsperren über Freigaben staatlicher Reserven bis zu neuen Exportwegen und Handelsgesprächen suchen die Unternehmen und Länder nach Wegen, Versorgung und Einnahmen gleichermaßen stabil zu halten.
Was spricht aktuell für steigende Preise?
– USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten
Meldungen aus dem Weißen Haus zufolge lässt die USA derzeit einen weiteren Flugzeugträger mit voller Besatzung und Einsatzbereitschaft in Richtung Nahost bringen, um mögliche Angriffe und Verteidigungen nahe der Straße von Hormus zu verstärken.
– Russland verlängert Treibstoff-Exportverbote
Schon seit Monaten ist in Russland ein Exportverbot von Diesel und Benzin aktiv. Während der Stopp von Diesel ursprünglich bis Ende September angegeben wurde, verlängerte man ihn letzte Woche noch bis mindestens Ende Oktober. Benzinausfuhren sollen noch bis Jahresende stark eingeschränkt bleiben.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– G7-Staaten geben 100 Mio. Barrel aus strategischen Reserven frei
Vergangenen Freitag bestätigten die G7-Staaten die Freigabe von 50 Mio. Barrel Rohöl und 50 Mio. Barrel Diesel, um den hohen Preisen am Markt etwas gegen zu steuern. Die Mengen sollen möglichst zeitnah freigegeben und auf den Markt gebracht werden.
– USA und Iran wollen an Deeskalationsplänen verhandeln
Die Regierungen des Iran und der USA wollen weiterhin an einer Friedensfindung arbeiten und planen hierfür aktuell einen „Deeskalationsplan“. Dieser soll Vertrauen zwischen den Ländern schaffen und die weitere Friedensfindung vereinfachen.
