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Preisstatistik – Nervöse Ölproduktmärkte treiben Heizöl auf 10-Wochen-Hoch

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sorgten für erhebliche Unruhe im Nahen Osten und legten den Frachtverkehr durch die wichtigste Öl-Transportroute der Welt, die Straße von Hormus, effektiv lahm. Dies sorgte in den letzten Tagen für deutliche Preisanstiege bei Rohöl, aber nochmal deutlicher bei den Ölprodukten, da deren Verfügbarkeit durch die Transportengpässe der vergangenen Monate bereits deutlich eingeschränkt war und sich nun weiter verschärfen könnte.

Was spricht aktuell für steigende Preise?

– Iran-Angriffe treffen Ölanlagen im Nahen Osten
Bei den Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran hat der Iran Ölanlagen in Kuwait und Bahrain getroffen. Das genaue Ausmaß der jeweiligen Schäden ist unbekannt, da es im Fall Kuwait jedoch zu Bränden kam, muss mindestens mit kurzzeitigen Ausfällen gerechnet werden.

Iran sucht Huthi-Unterstützung für mögliche Sperre des Roten Meer
Der Iran hat vergangene Woche Gespräche mit der jemenitischen Huthi-Miliz gesprochen und diese darum gebeten, den Zugang zum Roten Meer über die Meerenge Bab el-Mandab im Süden zu blockieren, sollten die Konflikte weiter ausarten.

– Ukraine setzt Angriffe auf russische Ölanlagen fort
Die Ukraine setzt ihre Angriffe auf russische Raffinerien und Schiffe fort und versucht ihr bestes, die russische Ölverarbeitung und Exportmöglichkeiten einzuschränken und zu beschädigen. Das reduziert das Angebot von Ölprodukten am Weltmarkt aktuell deutlich

 

Was spricht aktuell für sinkenden Preise?

– Energieanalysten erwarten starke Überversorgung nach dem Nahostkonflikt
So chaotisch wie die aktuelle Lage auch ist, aktuellen Erwartungen zufolge rechnen die meisten großen Energieinstitute und Analysten für das kommende Jahr mit einer deutlichen Überversorgung von Erdöl, wenn der Konflikt zwischen den USA und dem Iran relativ bald endet.